Allgemein

Die Frage hinter dem Tun

Was ist der wahre Grund hinter meinem Einsatz?“
Wir geben. Wir schaffen. Wir leisten.
Aber für wen? Und warum wirklich?
Was treibt uns an – unter der Oberfläche?

Was würde geschehen, wenn wir uns eine einfache, aber radikale Frage stellen würden:

Warum tue ich, was ich tue?

Nicht oberflächlich – nicht das „weil es eben dazugehört“ oder „weil man das so macht“. Sondern tiefer. Ehrlicher. Ohne Schminke.
Was treibt mich an in meiner Arbeit? In meinem Engagement, meinen Hobbys, meinen Projekten?

Welches Bedürfnis wird da eigentlich gestillt?
Wonach sehne ich mich wirklich – hinter all dem Einsatz, der Hingabe, dem Funktionieren?

Vielleicht ist es das Bedürfnis, gesehen zu werden.
Wertgeschätzt. Bedeutend.
Vielleicht wünsche ich mir, gebraucht zu werden, unersetzlich zu sein.
Vielleicht suche ich Zugehörigkeit – oder den Beweis, dass ich etwas wert bin.

Das alles sind keine „schlechten“ Gründe.
Sie sind zutiefst menschlich.
Und doch: Erst wenn wir den Mut haben, hinzusehen – wirklich hin – wird es spannend. Und befreiend.

Denn solange wir nicht wissen, was wir eigentlich nähren wollen, laufen wir Gefahr, uns selbst zu verlieren. Wir leisten, geben, rennen – und merken irgendwann: Ich tue so viel, aber fühle mich trotzdem leer.

Wir leben im Außen – ohne Kontakt zu dem, was uns innen eigentlich ruft.

Wer bin ich, wenn niemand klatscht?
Wenn keine Likes, kein Lob, kein Schulterklopfen kommt?
Bin ich dann noch verbunden mit dem, was ich tue – oder war ich nur verbunden mit der Reaktion darauf?

Manche von uns jagen Anerkennung, andere Kontrolle, wieder andere Sicherheit oder Bedeutung. Oft sind es alte Muster, frühe Erfahrungen, stille Wunden, die unsere Motivation prägen.

Wenn wir beginnen, diese Schichten zu erkennen, entsteht eine neue Freiheit.
Wir werden nicht Opfer unserer Muster, sondern bewusste Gestalter unseres Weges.

Dann ist Arbeit nicht mehr nur Mittel zum Zweck.
Dann wird mein Einsatz Ausdruck von etwas Echtem – nicht von Mangel, sondern von Verbundenheit.

Ich handle nicht mehr nur für etwas,
sondern aus etwas heraus:
Aus Klarheit.
Aus Sinn.
Aus dem Wissen um meinen inneren Ort.

Vielleicht ist das der tiefere Wandel:
Nicht aufzuhören, zu tun.
Sondern endlich zu wissen, warum.

Denn da, wo das Tun im Einklang mit dem inneren Ruf steht,
entsteht etwas Seltenes:
Wahrhaftigkeit.
Und vielleicht sogar: Frieden.

Was nährst du gerade mit deinem Tun – und was nährt dich wirklich?
Welche Motivation hinter deinem Einsatz fühlt sich ehrlich und kraftvoll an – und welche vielleicht nicht mehr stimmig?

Text von einer wunderbaren Frau und Freundin Jasmine Hänni


Entdecke mehr von Monika Gerig Coaching

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Hinterlasse einen Kommentar